Staatssekretär fordert Dreistufentest für Tagesschau-App
Vorabmeldung der Ausgabe 2 vom 7. Januar 2010
Nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Staatssekretärs Martin Stadelmaier, als Chef der Mainzer Staatskanzlei für Medien zuständig, muss der NDR die geplante I-Phone-Applikation der Tagesschau einem Dreistufentest unterziehen. Der Test, den der Rundfunkrat durchführen müsste, prüft neue Telemedienangebote auf ihren gesellschaftlichen Nutzen, ihre Auswirkungen auf den Wettbewerb und hinsichtlich ihrer Finanzierbarkeit.
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Stadelmaier plädierte für eine weniger aufgeregte Debatte. „Es kann auch nicht sein, dass wir den Öffentlich-Rechtlichen einen Verbreitungsweg komplett verbieten, nur weil er besser für die Privaten kommerziell nutzbar ist als andere.“ Die Verlage täuschten sich mit solchen Auseinandersetzungen über ihre eigene Situation hinweg.
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ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke hatte kurz vor Weihnachten angekündigt, dass die Tagesschau für das Frühjahr 2010 eine Applikation für das I-Phone plane. Das hatte vor allem beim Springer-Verlag, der Anfang Dezember zwei kostenpflichtige Apps seiner Blätter Welt und Bild auf den Markt brachte, für großen Unmut gesorgt. Auch der Berliner Kulturstaatsminister Bernd Neumann sprach davon, dass mit einer Gratis-App der Tagesschau ein neuer Markt mit Gebührengeldern „auf problematische Art und Weise verzerrt“ werde.
Hamburg 06. Januar 2010zurück zur Übersicht
