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Schweizausgabe: Verein Exit fordert leichteren Zugang zu Sterbemitteln

Vorabmeldung der Ausgabe Nr. 35 vom 26. August 2010

Saskia Frei, die neue Präsidentin von Exit, der größten Sterbehilfeorganisation der Schweiz, kann sich vorstellen, Sterbehilfe auch älteren, gesunden Menschen anzubieten. In einem Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT sagt sie: „Man kann sich natürlich überlegen, ob künftig generell Menschen im fortgeschrittenen Alter bestimmen können, ob sie ihr Leben beenden wollen ­- und dann einen erleichterten Zugang zum Sterbemittel bekommen.“

Des Weiteren ist Frei überzeugt, dass das von Bundesrätin Widmer-Schlumpf vorgeschlagene Verbot der Sterbehilfeorganisationen „vom Tisch ist“. Einen wesentlichen Grund für die neuerlichen Diskussionen über die Suizidbeihilfe sieht Frei in der Tätigkeit von Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli, der seine Dienste auch Menschen anbietet, die nicht in der Schweiz wohnhaft sind: „Herrn Minelli konnte man nie eine Straftat nachweisen. Das heißt aber nicht, dass alles, was strafrechtlich möglich wäre, ethisch auch vertretbar ist. Der Dignitas-Gründer hat immer wieder ungeschickt, unschön und für viele unwürdig gehandelt.“

Hamburg 25. August 2010

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