George Soros für Finanztransaktionssteuer
Vorabmeldung der Ausgabe Nr. 26 vom 24. Juni 2010
Der amerikanische Hedge-Fonds-Manager George Soros spricht sich für eine Steuer auf Finanztransaktionen aus. „Die sollte man ernsthaft prüfen. Vielleicht wäre es gar nicht schlecht, wenn es weniger Liquidität auf den Märkten gäbe. Und warum sollte sich der Staat nicht durch solch eine Steuer neue Geldquellen erschließen. Schließlich erhebt er sonst ja auch eine Mehrwertsteuer“, sagte Soros im Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT.
Kritik äußerte er an der Entscheidung der Bundesregierung, Leerverkäufe zu verbieten. „Ich glaube, das ist kontraproduktiv. In bestimmten Situationen kann es hilfreich sein – zum Beispiel, wenn Investoren den Kurs eines Wertpapiers auf diese Weise aktiv nach unten treiben. Aber solche Geschäfte bringen auch oft erst Missstände ans Licht“.
Hamburg 23. Juni 2010
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