Deutsche-Bank-Manager de Weck hält Inflationsangst für überzogen
Vorabmeldung der Ausgabe Nr. 36 vom 2. September 2010
Der oberste Vermögensverwalter der Deutschen Bank hält die Angst der Bundesbürger vor einer Inflation für überzogen. Die Kunden in Deutschland treibe derzeit „insbesondere die Angst vor einer Inflation“ um, sagt Pierre de Weck, verantwortlich für das Private Wealth Management des Frankfurter Bankhauses im Gespräch mit der ZEIT. „Das ist ein sehr deutsches Phänomen, in anderen Ländern ist es weniger stark ausgeprägt. Wir glauben nicht an große Preisschübe, weil wir davon ausgehen, dass die Zentralbanken in der Lage sind, die Liquidität rechtzeitig wieder einzusammeln, die sie zur Bekämpfung der Krise in den Markt gepumpt haben“, so de Weck.
Nach Einschätzung des Deutsche-Bank-Managers ist es deshalb riskant, aus Angst vor steigenden Preisen Immobilien zu kaufen, wie es viele Deutsche derzeit tun. Immobilien seien ein „großes und komplexes Thema“, so de Weck. „Sie bieten auf der einen Seite zwar Schutz vor Inflation. Auf der anderen Seite aber drohen in Deutschland angesichts des Bevölkerungsrückgangs in einigen Regionen steigende Leerstandsraten.“
Hamburg 01. September 2010zurück zur Übersicht
