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Aktuelle Umfrage von ZEITWissen: Aufschieberitis - Berlin immer noch geteilt | 18.04.2006

Hamburg, 18. April 2006: Wenn es um das Aufschieben unangenehmer Dinge geht, ist Berlin nach wie vor geteilt: Laut einer  repräsentativen Umfrage des Magazins ZEITWissen (emnid, 1009 Befragte) schieben nur 38,9 Prozent der Westberliner Unangenehmes bis zum letzten Moment hinaus, hingegen gaben 78,8 Prozent der Ostberliner zu, Wichtiges lange unerledigt zu lassen.

Noch trödeliger sind nur die Bremer: 98,5 Prozent der Befragten leiden unter „Aufschieberitis“.
 
Experten schätzen, dass rund 20 Prozent der Bevölkerung zu den chronischen Prokrastinatoren gehören, also nicht nur hin und wieder den Zahnarztbesuch oder das Aufräumen des Kellers aufschieben, sondern mehrfach unterschiedliche Dinge nicht erledigen, die getan werden müssen. In Hamburg waren vergangenes Jahr am letzten Stichtag beispielsweise nur 44 Prozent der Einkommensteuererklärungen von Selbstständigen und Gewerbetreibenden beim Finanzamt eingelangt.
 
An der Westfälischen Wilhelms-Universität werden bereits verschiedene Module für Menschen entwickelt, die unter dieser Arbeitsstörung leiden. In einem davon wird Studenten eine bestimmte Lernzeit pro Tag zugeteilt. Davor und danach ist es ihnen sogar verboten zu lernen, berichtet ZEITWissen. So soll Aufschiebern das trügerische Gefühl genommen werden, alles auch noch „morgen“ erledigen zu können.
 
 

Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage den kompletten Artikel sowie die zugehörige Infografik zu. Auch Umfrageergebnisse aus anderen Bundesländern stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Sandra Friedrich
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