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ZEIT CAMPUS: Willemsen besuchte als Jugendlicher Bordell “um zu gaffen“ | 12.06.2008

Roger Willemsen erzählt in der neuen Ausgabe von ZEIT CAMPUS, dass er als Jugendlicher im Bordell war: „Um zu gaffen. In diesem Labyrinth des Bordells, das weiß gekachelt war, saßen die Frauen wie Pasteten auf ihren Betten.

„Anziehend und zugleich beängstigend“ habe ihr Flüstern „’Komm, gehste mit? Komm, gehste mit?’“ auf ihn gewirkt. Diesen Flüsterton höre er heute noch, er habe „immer noch Wallung“ für ihn, so der Moderator.

Als Student habe er einmal mit einem Freund „einen Bildband über Goya mitgehen lassen“, der umfangreich und schwer zu klauen gewesen sei, so Willemsen. „Dann haben wir diesen Band in der Bahnhofsgaststätte von Troisdorf einer Prostituierten geschenkt. … sie guckte das Buch an und sagte: Das ist das Schönste, was ich in meinem Leben gesehen habe. Was hätten wir da tun sollen?“

Über „Feuchtgebiete“, den aktuellen Roman Charlotte Roches, sagt Willemsen dem Studentenmagazin, es sei „mit Abstand das ekelerregendste Buch“, das er kenne. Der Moderator, der mit Roche befreundet ist, räumt jedoch ein, es stecke einiges „in dieser Metapher der Hygiene: Ordnung, Entfernung von Lebensspuren, Verdrängung.“ Entgegen Roches Behauptung, jeder Mann bekomme beim Lesen eine Erektion, sagt Willemsen: „Da muss ich passen. Mich wundert auch der Ausdruck Pornografie, den sie selbst dafür verwendet. Für mich ist es keine Pornografie.“ 

Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage das komplette Interview mit Roger Willemsen zu.

Sandra Gebhard
PR-Referentin
Hochschulveranstaltungen der ZEIT, Pressearbeit ZEIT CAMPUS
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