Sportfreunde Stiller in ZEIT CAMPUS: „Macht man etwas Politisches, wird man schnell kritisiert“ | 14.02.2008
Die Sportfreunde Stiller sprechen in ZEIT CAMPUS über die Gratwanderung, sich als Band politisch zu äußern: „Macht man etwas Politisches, wird man schnell kritisiert: Jetzt muss der auch noch sein Maul aufmachen. Tut man nichts, gibt es genauso viel Kritik“, sagt Bassist Rüdiger Linhof.
Er glaubt, „dass viele Menschen eine Aversion gegen Politik haben, weil man immer nur zuhört. Egal ob bei Maischberger oder Anne Will, man kann nur dasitzen und den Kopf schütteln. Wenn man dann mal von einem Künstler unterhalten werden will, hat man schon keine Lust mehr, auf Politik angesprochen zu werden.“
Dennoch sehen die Musiker politisches Engagement als ihre Pflicht, in diesen Tagen erscheint ihre Single „Anti-Nazi-Bund“, die eine gleichnamige Aktion der Band begleitet: „Man weiß nicht, was wäre, wenn sich nicht einige Menschen wie wir öffentlich dagegen aussprechen würden. Irgendjemand muss ja schließlich Position beziehen“. Über Deutschland nach der Fußball WM 2006 sagt Linhof: „Die gedrückte Stimmung war weg, ich glaube, dass es da einen Wendepunkt gab. Aber Deutschland ist kein fremdenfreundlicheres Land geworden, nur wegen vier Wochen Fußball.“
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