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Norbert Blüm hat während seiner Lehre mehr für die Politik gelernt als an der Uni | 22.02.2011

Norbert Blüm sieht in seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher die eigentliche Grundlage für seine politische Karriere. Sein Studium sei zwar interessant gewesen, „mehr für die Politik gelernt“ habe er jedoch  „wahrscheinlich in der Lehre“, so Blüm im Interview mit ZEIT CAMPUS.

In der Studienberatung habe man ihm geraten, als Werkzeugmacher Betriebswirtschaft zu studieren. Daraufhin habe er gefragt, ob sie nicht „etwas Spinnertes?“ hätten, und „spontan entschieden, etwas zu machen, das überhaupt nichts bringt: Germanistik, Philosophie und Theologie.“

An der Uni studierte er unter anderem bei Joseph Ratzinger: „Der Hörsaal, ich glaube es war Nummer zehn, war immer bis auf den letzten Platz gefüllt, der Ratzinger konnte spannend lesen“, so der heute 75-Jährige. Blüm weiter: „Er war progressiv am Anfang. Damals war er noch der Auffassung, dass der Bischof von Rom der Erste unter vielen ist, ohne Spezialbehandlung zum lieben Gott. Erst mit 1968, als Studenten seine Vorlesung stürmten und ‚Jesus, verficke Dich’ riefen, hat er sich verändert. Das hat der sensible Ratzinger nicht verstanden. Das ist meine Deutung. Er dachte wohl, dass sich jetzt die Pforten der Hölle öffnen.“

Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage das komplette Interview mit Norbert Blüm zu.

Sandra Gebhard
PR-Referentin
Hochschulveranstaltungen der ZEIT, Pressearbeit ZEIT CAMPUS
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