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Paul Mc Carthy sieht Desinteresse gegenüber seiner Kunst | 16.10.2009

Paul Mc Carthy besteht auf einer strengen Trennung zwischen seiner Person und seiner künstlerischen Arbeit: „Das Interessante ist meine Arbeit, nicht meine Person“, sagte der Aktionskünstler der WELTKUNST. In dem Interesse an seiner Biografie sieht Mc Carthy, der durch aggressive und sexuell provokante Performances bekannt wurde, ein Desinteresse gegenüber dem Kunstwerk selbst: „Viele beschäftigen sich heute nur noch mit der Personality des Künstlers, weil es ihnen zu anstrengend ist, sich mit der Kunst auseinanderzusetzen.“ Mit Los Angeles, wo er heute lebt, habe er einen Ort gefunden, an dem er dem öffentlichen Interesse entgehen könne: „Ich lebe auch deshalb in L.A., weil man sich hier um bildende Künstler nicht schert.“

 

Bis in die 1990er Jahre waren Mc Carthys Arbeiten nur einem kleinen Kreis bekannt. Heute zahlen Sammler wie Mick Flick sechsstellige Eurosummen für seine Werke. Doch Mc Carthy geht es nicht ums Geld, sondern allein um seine Arbeit: „ich gebe noch mehr aus. Für dieses Atelier etwa“. Schon bald wolle er sich eine noch größere Kunstfabrik zulegen.

Silvie Rundel
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