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Reinhold Würth will Holbein-Madonna ausstellen | 05.10.2011

Im Juli 2011 schnappte er dem Frankfurter Städel-Museum die Schutzmantel-Madonna von Hans Holbein dem Jüngeren vor der Nase weg. Jetzt hat sich der schwäbische Unternehmer Reinhold Würth erstmals zu dem  spektakulären Ankauf geäußert. In einem Exklusiv-Interview mit der Zeitschrift WELTKUNST sagte er: „Hätte ich nicht 2003 die spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Bildersammlung des Hauses Fürstenberg erworben, hätte der Kauf der Schutzmantel-Madonna gar keinen Sinn gemacht. Ein solch kapitales Werk in eine Sammlung zeitgenössischer Kunst einzubinden, wäre Unsinn gewesen (…) Nachdem aber innerhalb der Gesamtkollektion schon eine gute Ausstattung mit Bildern aus dem 15./16. Jahrhundert vorhanden ist, bringt diese Neuerwerbung der Schutzmantelmadonna eine Abrundung und natürlich große Bereicherung für das Konvolut.“

Der Schrauben-Fabrikant aus Künzelsau, der nach seinem Steuerstreit mit Deutschland seinen Lebensmittelpunkt nach Salzburg verlegte und auch österreichischer Staatsbürger wurde, gibt in dem WELTKUNST-Interview bekannt, dass er das Gemälde in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall ausstellen wolle. Leihgaben, so Würth, seien denkbar, aber „für die ersten drei bis vier Jahre erstmal nicht geplant“. Würth hatte das malerische Hauptwerk der Renaissance im Norden, das gern als deutsches Pendant zu Raffaels Sixtinischer Madonna bezeichnet wird, von der Erbengemeinschaft des Hauses Hessen unter der Führung von Donatus Prinz von Hessen gekauft. Der Preis, den er zahlte, wird auf 50 Millionen Euro geschätzt.

 

Das komplette Interview mit Reinhold Würth lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der WELTKUNST Nr. 11/2011.

Julia Litschko
Junior-PR-Referentin
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